Mixtur
Journal Entry: Thu Jan 24, 2008, 4:32 AM
Wenn die Menschheit keine Bedeutung hat,
und wir alle längst vergessen sind.
Was bedeuten dann unsere Siege und Niederlagen?
-
Wir leben in einem riesigen Chaos.
Dieses Chaos dehnt sich aus.
Und das Problem ist,
wir wollen das nicht wahrhaben.
Wir ziehen durch das Leben und suchen nach einem Sinn.
Dummerweise gibt es keinen Sinn.
Und alles was uns dazu einfällt, ist,
einfach irgendwas zu erfinden das Sinn macht.
Dann schreiben wir uns es auf die Fahne,
wir sind stolz darauf und singen Lieder darüber.
Und wenn Jemand denselben Einfall nur unter einer anderen Perspektive hatte,
dann betrachten wir ihn durchaus gerne als Feind.
Durchaus schlitzen wir ihn auf,
und scheissen auf Wahrheit und belügen uns lieber selbst.
Unsere verfickte Ehre,
unsere Liebe,
diese ganze Leidenschaft geht für Scheisse drauf!
-
Und einer unserer größten Flüche ist die Sprache.
Wir glauben sie sei ein Anker,
der uns auch im größten Sturme,
sicher an der Küste hält.
Dabei ist er der Grund weshalb wir,
uns immer dichter dem Abgrund nähern.
Sprache ist der Inbegriff der Überzeugung,
man sei auf dem richtigen Pfad.
Man wüßte woran man sei,
und könne schon darüber sprechen.
Es ist zu leicht,
zuviel zu sagen.
Es ist zu schnell,
geredet und listig gestellt.
Keine Sau,
weiß was Warheit und klare Linie bedeutet.
Alles verkommt zu Kot,
und wir wälzen uns darin,
als ob es duftende Blüten wären.
Wir kranken Wesen,
sind infiziert von Sprache,
zersetzt von Kultur und Anstand,
von Gewalt und Zensur,
von Drama und Wildheit!
Wir sind nutzlos geblieben,
trotz aller Künste,
trotz aller Hiebe,
trotz aller Liebe..
Devious Comments
Ich darf zitieren:
Wenn man die gesamte bisher abgelaufene Erdgeschichte mit der Länge des englischen Yard gleichsetzt, jener Distanz von der Nase eines Königs bis zur Fingerspitze seiner ausgestreckten Hand, dann entspricht die gesamte Menschheitsgeschichte dem feinen Span, den ein sanfter Feilenstrich vom Fingernagel abhebt."
-- John McPhee [ü. nach Uwe George]
Wenn Dir dies zu subjektiv ist, dann versuche es mit Lichtenstein:
Der einzige Trost ist: traurig sein. Wenn die Traurigkeit in Verzweiflung ausartet, soll man grotesk werden. Man soll spaßeshalber weiter leben. Soll versuchen, in der Erkenntnis, dass das Dasein aus lauter brutalen, hundsgemeinen Scherzen besteht, Erhebung zu finden.
Das ist schnell zusammengestochen, verzeih' es mir. Vielleicht vermag es zu lindern.
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|All unser Wissen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist ein Nichts im Vergleich zu dem, was wir niemals wissen werden.| - Konstantin Eduardowitsch Ciolkovskij
Ach, dafür bräuchte man sowas wie eine Clique..
Ciolkovskij's Aussage trifft meine Intentionen übrigens sehr gut.
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Keine Kunst
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